Wer seine HanseMerkur Krankentagegeldversicherung beenden möchte, findet hier die Regeln zur Kündigung durch den Versicherungsnehmer: ordentliche Kündigung zum Ende des Versicherungsjahres mit drei Monaten Frist, Sonderkündigungsrechte bei eintretender gesetzlicher Krankenversicherungspflicht, Beitragsanpassung, Leistungsminderung oder Wohnsitzverlegung sowie das Fortsetzungsrecht der versicherten Personen.
1. Ordentliche Kündigung:
Der Versicherungsnehmer kann das Versicherungsverhältnis zum Ende eines jeden Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen.
2. Beschränkung der Kündigung:
Die Kündigung kann auf einzelne versicherte Personen oder Tarife beschränkt werden.
3. Eintritt der gesetzlichen Versicherungspflicht:
Wird eine versicherte Person in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig, so kann der Versicherungsnehmer binnen drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht die Krankentagegeldversicherung oder eine dafür bestehende Anwartschaftsversicherung rückwirkend zum Eintritt der Versicherungspflicht kündigen.
Die Kündigung ist unwirksam, wenn der Versicherungsnehmer den Eintritt der Versicherungspflicht nicht innerhalb von zwei Monaten nachweist, nachdem der Versicherer ihn hierzu in Textform aufgefordert hat, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat die Versäumung dieser Frist nicht zu vertreten.
Macht der Versicherungsnehmer von seinem Kündigungsrecht Gebrauch, steht dem Versicherer der Beitrag nur bis zum Zeitpunkt des Eintritts der Versicherungspflicht zu. Später kann der Versicherungsnehmer die Krankentagegeldversicherung oder eine dafür bestehende Anwartschaftsversicherung nur zum Ende des Monats kündigen, in dem er den Eintritt der Versicherungspflicht nachweist.
Dem Versicherer steht der Beitrag in diesem Fall bis zum Ende des Versicherungsvertrages zu. Der Versicherungspflicht steht gleich der gesetzliche Anspruch auf Familienversicherung oder der nicht nur vorübergehende Anspruch auf Heilfürsorge aus einem beamtenrechtlichen oder ähnlichen Dienstverhältnis.
4. Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung oder Leistungsminderung:
Erhöht der Versicherer die Beiträge aufgrund der Beitragsanpassungsklausel oder vermindert er seine Leistungen oder macht er von seinem Recht auf Herabsetzung Gebrauch, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten vom Zugang der Änderungsmitteilung an zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.
Bei einer Beitragserhöhung kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis auch bis und zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen.
5. Aufhebung des übrigen Versicherungsteils:
Der Versicherungsnehmer kann, sofern der Versicherer die Anfechtung, den Rücktritt oder die Kündigung nur für einzelne versicherte Personen oder Tarife erklärt, innerhalb von zwei Wochen nach Zugang dieser Erklärung die Aufhebung des übrigen Teils der Versicherung zum Schlusse des Monats verlangen, in dem ihm die Erklärung des Versicherers zugegangen ist, bei Kündigung zu dem Zeitpunkt, in dem diese wirksam wird.
6. Fortsetzungsrecht der versicherten Personen:
Kündigt der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis insgesamt oder für einzelne versicherte Personen, haben die versicherten Personen das Recht, das Versicherungsverhältnis unter Benennung des künftigen Versicherungsnehmers fortzusetzen. Die Erklärung ist innerhalb zweier Monate nach der Kündigung abzugeben. Die Kündigung ist nur wirksam, wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass die betroffenen versicherten Personen von der Kündigungserklärung Kenntnis erlangt haben.
In der HanseMerkur Krankentagegeldversicherung gelten auch folgende Tarifbedingungen:
zu Punkt 1.:
- a) Zur Definition des Versicherungsjahres vgl. die Tarifbedingung (Beitrag "Beitragszahlung" Punkt 1.)
- b) Eine Kündigung ist erstmals zum Ablauf des zweiten Versicherungsjahres möglich.
zu Punkt 3.:
Bei gesetzlicher Krankenversicherungspflicht kann der dadurch entbehrlich gewordene Teil des Versicherungsverhältnisses auch zu entsprechend herabgesetzten Beiträgen nach Maßgabe der Bestimmungen über die Anwartschaftsversicherung (Tarif AwV) vorübergehend zum Ruhen gebracht werden.
zu Punkt 4.:
Das Sonderkündigungsrecht gilt auch dann, wenn eine Änderung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (höchstrichterliche Entscheidung oder bestandskräftiger Verwaltungsakt) zu einer Minderung der Leistungen führt.
In der HanseMerkur Krankentagegeldversicherung (Tarifbedingungen) gilt auch folgendes:
Verlegt eine versicherte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einen anderen Staat Europas einschließlich der außereuropäischen Teile Russlands und der Türkei, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten ab Verlegung des gewöhnlichen Aufenthalts zum Zeitpunkt der Verlegung kündigen.
Was bedeutet das konkret?
Sie als Versicherungsnehmer können Ihre HanseMerkur Krankentagegeldversicherung regulär zum Ende eines Versicherungsjahres mit dreimonatiger Frist beenden, wahlweise auch nur für einzelne Personen oder Tarife. Daneben gibt es Sonderkündigungsrechte: etwa wenn Sie gesetzlich krankenversicherungspflichtig werden, wenn der Versicherer Beiträge erhöht oder Leistungen mindert oder wenn eine versicherte Person ihren Wohnsitz in bestimmte Länder verlegt. Beenden Sie den Vertrag, können die mitversicherten Personen ihn unter einem neuen Versicherungsnehmer fortsetzen.
Häufige Fragen
Wann kann ich die HanseMerkur Krankentagegeldversicherung ordentlich kündigen?
Sie können das Versicherungsverhältnis zum Ende eines jeden Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Laut Tarifbedingung ist eine Kündigung erstmals zum Ablauf des zweiten Versicherungsjahres möglich.
Kann ich nur einzelne Personen oder Tarife kündigen?
Ja, die Kündigung kann auf einzelne versicherte Personen oder Tarife beschränkt werden.
Was gilt, wenn ich gesetzlich krankenversicherungspflichtig werde?
Sie können die Krankentagegeldversicherung oder eine bestehende Anwartschaftsversicherung binnen drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht rückwirkend zu deren Eintritt kündigen. Weisen Sie die Versicherungspflicht nicht innerhalb von zwei Monaten nach Aufforderung in Textform nach, ist die Kündigung unwirksam – es sei denn, Sie haben die Versäumung nicht zu vertreten. Der entbehrlich gewordene Teil kann nach den Bestimmungen über die Anwartschaftsversicherung (Tarif AwV) vorübergehend zum Ruhen gebracht werden.
Habe ich ein Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung oder Leistungsminderung?
Ja. Erhöht der Versicherer die Beiträge nach der Beitragsanpassungsklausel oder mindert er Leistungen, können Sie hinsichtlich der betroffenen Person innerhalb von zwei Monaten ab Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen. Bei einer Beitragserhöhung ist die Kündigung auch bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung möglich.
Was passiert nach meiner Kündigung mit den mitversicherten Personen?
Die versicherten Personen haben das Recht, das Versicherungsverhältnis unter Benennung des künftigen Versicherungsnehmers fortzusetzen. Die Erklärung ist innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigung abzugeben. Die Kündigung ist nur wirksam, wenn Sie nachweisen, dass die betroffenen Personen von der Kündigungserklärung Kenntnis erlangt haben.
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